Als wir vor über einem Jahr gehört haben, dass es einen weiteren Teil zu Transport Fever geben wird, waren wir tatsächlich schon sehr interessiert. Den ersten und auch den zweiten Teil haben wir bereits gespielt, wobei uns beim zweiten Teil irgendwann die Lust verloren gegangen ist. Mit dem dritten Teil ist diese Lust allerdings wieder voll da. Wir haben uns das Spiel ausführlich angeschaut und können bereits ein erstes Fazit ziehen.
Wer nicht weiß, worum es bei Transport Fever geht: Einfach gesagt müssen wir Waren und Personen von A nach B transportieren, damit Städte wachsen und die Wirtschaft weiter floriert. Gleichzeitig können wir dadurch unseren eigenen Gewinn steigern. Das klingt zunächst relativ einfach, wird aber schnell anspruchsvoller, wenn die benötigten Unternehmen nicht direkt in der Nähe liegen und Waren über weite Strecken transportiert werden müssen. Die Kampagnen helfen dabei nicht nur, die grundlegenden Spielmechaniken kennenzulernen, sondern führen uns gleichzeitig durch die verschiedenen Epochen des Spiels.
Waren und Lieferungen sind dabei das A und O. Die einzelnen Unternehmen sind nämlich nicht nur reine Produzenten, sondern benötigen wiederum Waren von anderen Betrieben. Dadurch entstehen teilweise längere und komplexe Lieferketten. Doch nicht nur Waren spielen eine Rolle: Auch Arbeitskräfte werden benötigt. So können wir beispielsweise Mitarbeiter zu Unternehmen transportieren und dadurch die Produktivität steigern. Die produzierten Waren bringen wir anschließend in die Städte. Dadurch können diese wachsen und weitere Güter nachfragen. So entsteht mit der Zeit ein funktionierender Kreislauf, bei dem einer wachsenden Stadt eigentlich nichts mehr im Wege steht.
Problematisch wird es allerdings beim Verkehr. Auf den Straßen kann es schnell eng werden und auch innerhalb der Städte sorgen Lärm, Verschmutzung und überfüllte Haltestellen für zusätzliche Herausforderungen. Dann heißt es überlegen: Wie bekommen wir den Verkehr wieder ins Rollen? Wie können wir möglichst viele Menschen dazu bewegen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen? Und wie verhindern wir gleichzeitig, dass ein riesiges Verkehrschaos entsteht? Wie wir diese Probleme lösen, bleibt dabei weitgehend uns selbst überlassen – vorausgesetzt, wir haben genügend Geld und Platz für zusätzliche Straßen, Schienen und andere Infrastruktur. Aber auch die KI übernimmt ein Teil der Arbeit und passt selbstständig die Straßen an, wenn dieses möglich ist. Gerade der Ausbau von Straßen ist allerdings nicht immer ganz einfach. Neue Straßen können dazu führen, dass vorhandene Gebäude abgerissen werden müssen, wodurch unser Ruf in der jeweiligen Stadt sinken kann.
Wir kennen es schließlich selbst: Man ist mit dem Auto unterwegs und plötzlich geht nichts mehr, weil die Wartung vernachlässigt wurde. So schlimm ist es im Spiel nicht, aber Wartung ist ein wichtiger Punkt in dem Spiel. Dazu gibt es Wartungsgebäude. Befindet sich ein Fahrzeug innerhalb des Wartungsbereichs, wird es automatisch gewartet und geht nicht kaputt. Diese Mechanik gefällt uns ziemlich gut, denn gerade wenn ein Fahrzeug regelmäßig durch einen bestimmten Bereich fährt, müssen wir nicht gleich die gesamte Strecke mit Wartungsgebäuden ausstatten. Dieses ist natürlich in der Wüste etwas anderes, aber das findet ihr schon schnell genug raus, wenn ihr die passende Kampagne spielt.
Wenn unsere Städte entsprechend gewachsen sind, können wir diese Entwicklung auch mit einem Wahrzeichen würdigen. Und neben Wahrzeichen gibt es auch Subventionen, denn Firmen möchten gerne ihre Waren oder Lieferungen bekommen und unterstützen dich dabei, wenn du diese Lieferungen durchführst. Dabei kann es ein kleines Startkapital geben und nach erfolgreichem Abschluss für ein paar Jahre bessere Belohnungen. Scheitern wir allerdings an der Aufgabe, kann das entsprechend teuer für uns werden.
Nach unseren bisherigen rund 12 Stunden Spielzeit können wir sagen, dass uns Transport Fever 3 bislang richtig viel Freude bereitet. Gerade die Subventionskampagne hat es dabei durchaus in sich – bisher ist es uns noch nicht gelungen, diese erfolgreich abzuschließen. Sonst haben wir extrem Spaß und gerade mit dem freien Spiel können wir uns halt in der eigenen Welt komplett austoben. Natürlich spielt auch hier das Geld eine wichtige Rolle, aber mit ein paar Darlehen lässt sich das eine oder andere Projekt durchaus finanzieren. Ganz perfekt ist Transport Fever 3 allerdings noch nicht. Während unserer Spielzeit ist uns beispielsweise aufgefallen, dass das Spiel beim Autosave kurz ins Stottern gerät oder einen kleinen Hänger hat. Das ist zwar nicht besonders schlimm, wird aber sicherlich noch optimiert. Gerade für Spieler, die bereits die vorherigen Teile kennen, gibt es wieder viel zu entdecken. Für uns hat das Spiel jedenfalls dafür gesorgt, dass die Lust auf Transport Fever wieder zurückgekommen ist.
Wie ist eure Erfahrung mit Transport Fever und dem jetzt frisch erschienen dritten Teil?

